Neue AGB seit 1. Juli

Samsonite untersagt Verkauf über Plattformen

Samsonite-Shop auf Amazon. (Screenshot)
Samsonite-Shop auf Amazon. (Screenshot)

Samsonite hat seine AGBs geändert. Zentraler Punkt: Der Reisegepäck-Spezialist verbietet seinen Händlern den Verkauf über Online-Marktplätze wie Amazon oder Ebay.

Das Schreiben von Dirk Schmidinger, General Manager Deutschland, an die Handelspartner ist eindeutig. Der Reisegepäck-Konzern führt eine neue Richtlinie ein, "die vorgibt, dass unsere Kunden nicht autorisiert sind, unsere Produkte über Websites von Dritten und auf Marktplätzen wie Amazon, Ebay etc. zu verkaufen." Die neue Regelung ist zum 1. Juli in Kraft getreten.

Ausdrücklich nicht davon betroffen sind die Aktivitäten der Händler auf eigenen Websites. "Sie sind und waren immer eigenständig, den Verkaufspreis zu bestimmen und Rabatte nach Ihrem Ermessen zu gewähren, sowohl in Ihrem Geschäft als auch auf Ihrer Website."

Dr. Joachim Stoll, Inhaber des Frankfurter Fachgeschäftes und Online-Shops koffer24, ist von dem Schritt betroffen und rechnet mit Umsatzverlusten. Seine Begründung: „Bestimmte Kunden kaufen nur auf Marktplätzen wie Ebay und Amazon. Die können wir nicht mehr bedienen.“ Auf der anderen Seite steht die Hoffnung künftig höhere Deckungsbeiträge und Umsätze bei Samsonite stationär und im eigenen Shop erwirtschaften zu können.

Ebenso gespannt blickt Stoll auf eine grundsätzliche Entscheidung des EUGHs, die im Dezember 2017 erwartet wird. Dann habe nicht nur die Branche, sondern der europäische Handel etwas mehr Klarheit, ob das ausgesprochene Verbot, über Plattformen zu verkaufen, rechtens sei. 

Weitere Informationen folgen in der kommenden Ausgabe von Lederwaren Report.

Tobias Kurtz / 06.07.2017 - 12:11 Uhr

Tobias Kurtz / 06.07.2017 - 12:11 Uhr

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