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Lederwarenmarkt wächst weiter

BLE-Geschäftsführer Axel Augustin
BLE-Geschäftsführer Axel Augustin

Der Lederwarenmarkt in Deutschland ist 2016 weiter gewachsen. Wer davon profitiert, verriet BLE-Geschäftsführer Axel Augustin anlässlich der ILM in Offenbach.

Der Bundesverband des Deutschen Lederwareneinzelhandels (BLE) schätzt, dass im Jahr 2016 Taschen, Gepäck, Schulranzen und Kleinlederwaren im Wert von 2,6 Mrd. Euro in Deutschland abgesetzt wurden. Dabei sei der spezialisierte Lederwarenfachhandel nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg. Rund 1.400 Unternehmen erzielten 2015 einen Bruttoumsatz von etwa 1,3 Mrd. Euro, zitierte BLE-Geschäftsführer Axel Augustin die Umsatzsteuerstatistik. Jedes Jahr verliere die Branche rund 50 bis 70 Unternehmen. Die Anzahl der so genannten "Doors" , also der Verkaufsstellen, bleibe allerdings nahezu unverändert, da die Standorte von Filialisten weitergeführt würden.

Im letzten Jahr dürfte der Umsatz des Fachhandels noch einmal ganz leicht gestiegen sein, so Augustin. Aber: Die meisten anderen Vertriebswege hätten 2016 wohl höhere Zuwächse erzielt. Augustin verwies auf die Modehäuser, die ihren Anteil an modischen Accessoires im Sortiment erhöht hätten, sowie den weiter expandierenden Online-Handel. Nach BLE-Schätzungen hält der gesamte Versandhandel einen Marktanteil von rund 20 Prozent, wobei die meisten Umsätze über das Internet liefen.

Impulse durch RFID-Schutz

Für 2017 sei der Handel zuversichtlich. Die Branche setze nicht zuletzt auf Impulse durch die zunehmende Verbreitung von Girokarten, die kontaktloses Zahlen über die NFC/RFID-Technologie ermöglichen. Damit nicht Betrüger die Daten auslesen könnten, empfiehlt der Verband den Verbrauchern Geldbörsen mit einem speziellen RFID-Schutz.

Tobias Kurtz / 03.03.2017 - 17:09 Uhr

Tobias Kurtz / 03.03.2017 - 17:09 Uhr

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