„Schere zwischen Groß und Klein öffnet sich“

HDE rechnet mit Rekordumsatz zu Weihnachten

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (Foto: HDE)
HDE-Präsident Josef Sanktjohanser (Foto: HDE)

Der Han­dels­ver­band Deutsch­land (HDE) rechnet mit einem Umsatzplus von drei Prozent auf rund 94,5 Mrd. Euro im dies­jäh­ri­gen Weih­nachts­ge­schäft (No­vem­ber und De­zem­ber 2017). Doch nicht jeder Händler ist optimistisch.

"Die kon­junk­tu­rel­len Rah­men­be­din­gun­gen sind gut. Das Weih­nachts­ge­schäft wird auch in diesem Jahr ein ent­schei­den­der Um­satz­brin­ger für viele Ein­zel­händ­ler", so HDE-Prä­si­dent Josef Sanktjo­han­ser. Das gelte vor allem für den In­nen­stadt­han­del, den On­line-Han­del und be­son­ders ge­schen­kaf­fi­ne Bran­chen. Die Umsätze im No­vem­ber und De­zem­ber liegen um rund 15%, in ein­zel­nen Bran­chen um bis zu 100% über dem Durch­schnitt der anderen Monate. Der sta­tio­nä­re Handel werde laut HDE knapp 19% er­zie­len, der In­ter­net­han­del gut ein Viertel seines Jah­res­um­sat­zes in den letzten beiden Monaten.

Mit ge­rin­ge­ren Er­war­tun­gen gehen al­ler­dings viele klei­ne­re Händler in die letzten Wochen des Jahres. Dies zeige eine aktuelle HDE-Umfrage unter 400 Betrieben. "Die Schere zwi­schen Groß und Klein öffnet sich immer weiter", so Sanktjo­han­ser. Die Um­fra­ge habe auch gezeigt, dass bei Un­ter­neh­men mit weniger als fünf Be­schäf­tig­ten nur knapp ein Viertel für das zweite Halb­jahr mit einem Um­satz­plus kal­ku­liert.

Ferner heißt es, dass fast jeder vierte Ver­brau­cher mehr Geld als im Vorjahr für Weih­nachts­ge­schen­ke aus­ge­ben will. Das zeige eine breit an­ge­leg­te Ver­brau­cher­be­fra­gung zum Ein­kaufs­ver­hal­ten, die vom Ifes In­sti­tut der FOM Hoch­schu­le mit Un­ter­stüt­zung des HDE durch­ge­führt wurde. Im Durch­schnitt wolle jeder Bun­des­bür­ger über zwölf Jahren rund 466 Euro für Weih­nachts­ge­schen­ke in­ves­tie­ren, etwas weniger als im Vorjahr.

Tobias Kurtz / 14.11.2017 - 08:19 Uhr

Tobias Kurtz / 14.11.2017 - 08:19 Uhr

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