Dynamic Pricing

ANWR testet Preismonitor und elektronische Etiketten

Preise hoch am Samstag, Schnäppchen bei 34 Grad: Preise, die sich je nach Nach­fra­ge oder äußeren Um­stän­den wie der Wit­te­rung ändern können, sind auch bei der ANWR Group im Ge­spräch. Jetzt stellte die Ver­bund­grup­pe kon­kre­te Maß­nah­men vor.

Am Anfang stand die Analyse: Man habe zu­nächst die Preis­ent­wick­lung von Pro­duk­ten im On­line­han­del ana­ly­siert, um deren Dynamik er­fas­sen zu können, erklärt Volker Gromer, Head of Data Ana­ly­tics bei der ANWR Group. Daraus ent­wi­ckel­te die Ver­bund­grup­pe ein neues Tool für ihre Händler. Seit Anfang Sep­tem­ber läuft dazu ein Pi­lot­pro­jekt. "Es geht dabei um die Frage: Was ist im Moment der rich­ti­ge Preis für ein be­stimm­tes Produkt? Darin liegt die Chance, einen Schuh auch einmal hö­her­prei­sig zu ver­kau­fen", so Volker Gromer.

Schlie­ß­lich sei in den der­zei­ti­gen Sai­son­ab­läu­fen eine tem­po­rä­re Preis­er­hö­hung prak­tisch nie zu be­ob­ach­ten. Es gebe aber durch­aus Si­tua­tio­nen, in denen es sich lohnen könnte - etwa bei Wit­te­rungs­ver­än­de­run­gen oder zu be­stimm­ten An­läs­sen wie dem Schul­an­fang.

Im Rahmen des neuen Preis­mo­ni­tors von Data Ana­ly­tics können Händler einen Al­go­rith­mus nutzen, der ihnen den op­ti­ma­len Preis für einen Artikel emp­fiehlt. Vor­ge­schla­gen wird dabei ein 'Preis­kor­ri­dor', in­ner­halb dessen der wahr­schein­lich op­ti­ma­le Preis dann gewählt werden kann. Der Händler sollte nach Über­zeu­gung Gromers das Tool täglich nutzen, um auch ein Gefühl dafür zu be­kom­men, wie dy­na­misch sich Preise für Schuhe im Laufe einer Saison ent­wi­ckeln. So könne man auf be­stimm­te äußere Um­stän­de re­agie­ren und den Umsatz mög­li­cher­wei­se stei­gern.

Um einen va­ria­blen Preis am Produkt dar­stel­len zu können, be­nö­tigt der Händler spe­zi­el­le Eti­ket­ten. Auch diese werden im Rahmen des Pro­jekts ge­tes­tet. Dabei gehört zu den Her­aus­for­de­run­gen, diese Eti­ket­ten optimal am Schuh bzw. in dessen un­mit­tel­ba­rer Nähe an­zu­brin­gen. Ge­eig­net sind dafür Paneele mit in­te­grier­tem Etikett, auf denen die Schuhe stehen. Eben­falls denkbar sind Hän­ge-Eti­ket­ten.

Min­des­tens sechs Monate lang soll die Pi­lot­pha­se laufen. Ab Anfang des Jahres 2018 können die Händler mit Dienst­leis­tun­gen rund um das Dynamic Pricing rechnen.

Petra Salewski / 07.09.2017 - 11:50 Uhr

Petra Salewski / 07.09.2017 - 11:50 Uhr

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